Eine Praxis-Website, die beantwortet, weswegen Patienten gekommen sind.
Fast alle, die auf einer Praxis-Website landen, wollen eines von vier Dingen: wann Sie offen haben, ob Sie ihre Kasse nehmen, wo Sie sind und wie man einen Termin bekommt. Die meisten Wiener Praxis-Websites verstecken mindestens zwei davon in einem PDF. Diese stellt alle vier nach oben — und bleibt in dem, was das Ärztegesetz einem Arzt zu sagen erlaubt.
Belege ansehenOrdinationszeiten als Text, nicht als PDF
Ordinationszeiten sind das meistgesuchte Element einer Praxis-Website und das am häufigsten als Scan veröffentlichte. Eine Suchmaschine kann einen Scan nicht lesen, ein Handy zeigt ihn auf 30 % verkleinert, ein Screenreader bekommt gar nichts. Als echter Text mit Opening-Hours-Markup können die Zeiten direkt im Suchergebnis erscheinen — dort, wo ein Patient auf der Straße tatsächlich nachsieht.
Kassenvertrag oder Wahlarzt, klar gesagt
Das ist die Frage, die darüber entscheidet, ob jemand anruft — und die, die die meisten Websites irgendwo auf Seite drei beantworten. Sie gehört in den ersten Bildschirm, in den Worten der Patienten: welche Verträge mit ÖGK, BVAEB oder SVS bestehen, oder dass Sie Wahlarzt sind und wie die Rückerstattung üblicherweise aussieht. Diese Klarheit kostet Sie die Anrufe, aus denen ohnehin nichts geworden wäre.
Innerhalb von § 53 Ärztegesetz
Österreichische Ärzte dürfen informieren, nicht werben. Keine Superlative, kein Vergleich mit Kolleginnen und Kollegen, keine Vorher-Nachher-Galerie als Verkaufsargument, keine als Werbung gesammelten Patientenstimmen. Eine Agentur, die „beste Praxis Wiens“ schreibt, beschert Ihnen ein Problem mit der Ärztekammer. Die Texte hier überzeugen innerhalb dieser Grenzen — das Argument ist Genauigkeit, nicht Adjektive.
Gesundheitsdaten bleiben aus dem Formular
Eine Terminanfrage ist nicht der Ort für Symptome. Gesundheitsdaten sind eine besondere Kategorie nach DSGVO, und ein Freitextfeld, das zur Beschwerdenbeschreibung einlädt, macht Ihre Website still zu einem System, das solche Daten verarbeitet. Das Anfrageformular fragt nach Name, Erreichbarkeit und Wunschzeit — und nach nichts, wofür die Praxis eine Diagnose bei einem Hoster gespeichert verantworten müsste.
Gefunden in Ihrem Bezirk, nicht im Allgemeinen
Niemand sucht „Allgemeinmediziner Österreich“. Gesucht wird nach Fach und Bezirk — Hausarzt 1070, Kinderarzt Floridsdorf — meist am Handy, meist im Umkreis von etwa einem Kilometer. Das heißt: ein Google-Unternehmensprofil, das exakt zur Website passt, korrektes MedicalClinic-Markup und der Bezirk auf der Seite benannt, statt ihn aus der Adresse im Footer zu erahnen.
Fragen beantwortet, bevor ein Patient scrollt
Largest Contentful Paint, auf dieser Website gemessen
Plugins zu aktualisieren, keine monatliche Baukastengebühr
Die Logik hinter der Arbeit.
Was darf eine Praxis-Website nach österreichischem Recht sagen?
Sie darf informieren: Fachgebiet, Ausbildung, Methoden, Zeiten, Kassenverträge, Sprachen, Barrierefreiheit und Erreichbarkeit. Sie darf nicht vergleichend oder superlativisch werben, und als Werbung eingesetzte Patientenstimmen sind ein Risiko. In der Praxis ist das eine kleinere Einschränkung, als es klingt — konkret zu sagen, was Sie behandeln und wie Sie arbeiten, überzeugt ohnehin mehr als ein Superlativ.
Können Patienten online buchen?
Ja, auf zwei Wegen. Nutzen Sie bereits ein System, etwa ein Terminmodul Ihrer Praxissoftware, verlinkt die Website dorthin, damit nichts doppelt geführt wird. Falls nicht, schickt ein einfaches Anfrageformular Name, Telefonnummer und Wunschzeitraum an Ihr Postfach, und Ihre Assistenz bestätigt telefonisch wie bisher. Echtzeit-Buchung in den Praxiskalender ist ein größeres Projekt und wird separat kalkuliert.
Muss die Website barrierefrei sein?
Gehen Sie von ja aus. Der European Accessibility Act gilt in Österreich seit Mitte 2025 und sein Zugriff auf private Dienstleistungen wird laufend breiter — und eine Praxis mit älteren und beeinträchtigten Patienten hat unabhängig vom Gesetzestext einen offensichtlichen Grund. Kontrast, Tastaturbedienung, echte Überschriften und skalierbarer Text sind von Anfang an eingebaut; sie nachzurüsten kostet ein Vielfaches.
Wir haben schon eine Website. Lohnt der Austausch?
Schicken Sie die Adresse, Sie bekommen eine ehrliche Antwort — auch „behalten“. Die üblichen Befunde: Zeiten in einem PDF eingesperrt, kein mobiles Layout, die Kassenfrage unbeantwortet und ein Kontaktformular, das seit Monaten still ins Leere läuft. Wenn das die Probleme sind, ist Ersetzen günstiger als Reparieren — die Arbeit sind die Seiten, und viele sind es selten.